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Pferde |
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AnisAls die Traberstute Anis von Tierfreunden entdeckt wurde, war ihr Körper von Misshandlungen gezeichnet: Sie litt unter einem unbehandelten Jochbeinbruch und konnte aufgrund einer ausgeschlagenen Zahnreihe kaum fressen. Ihr „Zuhause“ war ein völlig verdreckter Stall, in dem sie sich eine schwere chronische Atemwegserkrankung zuzog.
Ihre ehemalige Besitzerin kannte keine Skrupel und wollte Anis und deren Tochter Avec Plaisir an einen Pferdemetzger verkaufen – weil sie Geld brauchte. Zum Glück konnten die beiden Stuten buchstäblich im letzten Moment gerettet werden. Nun lebt Anis mit ihrer Tochter in einer Offenstallhaltung in Weidefeld. |
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Avec PlaisirDie fünfzehnjährige Traberstute Avec Plaisir teilte das traurige Schicksal ihrer Mutter Anis. Noch heute hat sie dadurch eine starke Fehlstellung der linken Hinterhand. Wie ihre Mutter ist auch sie sehr misstrauisch. Ihren Peinigern gegenüber war sie offensichtlich in der Rolle der „Verteidigerin“ - sie schlug aus, sobald sich ihr oder ihrer Mutter jemand näherte.
Avec Plaisir machte jetzt in Weidefeld neue Erfahrungen: Sie erlebt, dass es Menschen gibt, die keine Gewalt ausüben. Menschen, die sich liebevoll um sie kümmern. Sie belohnt deren Einfühlungsvermögen, macht kleine Fortschritte und wird langsam zugänglicher. |
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LitennaDie dunkelbraune Stute Litenna hat ein bewegtes Leben hinter sich. Das ehemalige Trabrennpferd gewann in seiner aktiven Zeit mehrere Rennen und erzielte mehr als 26.000 Euro Preisgeld. Nach dem Tod ihres ursprünglichen Besitzes sorgte dessen Frau dafür, dass die Stute ihr Gnadenbrot auf einem Hof in Bayern erhielt. Dort ging es ihr gut und sie wurde bestens versorgt. Doch im Januar 2008 verstarb die Halterin. Ihr Sohn erbte zwar das Pferd, doch leider nicht die Tierliebe seiner Mutter.
Er teilte dem Stallbesitzer, bei dem Litenna zu diesem Zeitpunkt lebte, mit, dass er die Unterbringung Litennas nicht mehr zahlen werde. Der Hof solle Litenna übernehmen, anderenfalls würde er das Pferd zum Schlachter geben. In dieser Situation wandte sich der Stallbesitzer an den Deutschen Tierschutzbund. Sofort übernahmen wir die Stute und sorgten dafür, dass sie ihre letzten Jahre noch genießen kann. Im April 2010 ist Litenna stolze 38 Jahre alt geworden und wir wünschen ihr noch viele unbeschwerte Jahre.
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Bella
Bella kam Ende des Jahres 2002 nach Weidefeld. Sie stammt aus einer schlechten Haltung in einem bayerischen Tierpark, der sie – nachdem er insolvent gegangen war – zum Abdecker geben wollte.
Bella ist die Leitstute unserer kleinen Herde und hat ihre drei "Jungs" gut im Griff. Von den Tarpanen ist sie die Zutraulichste. Sie lässt sich gerne streicheln und liebt es, wenn sie aus der Hand gefüttert wird. Von den übrigen Herdenmitgliedern unterscheidet sie sich im Äußeren durch ihre braune Fellfärbung. Wie alle Wildpferde hat sie einen dunklen Aalstrich auf dem Rücken. |
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LinusAuch Linus entkam - genau wie die drei anderen in Weidefeld lebenden Tarpane - nur knapp dem Tod im Schlachthof. Nachdem er sein Dasein lange Zeit in einem bayerischen Tierpark fristen musste, konnten wir ihn im Jahr 2002 in letzter Sekunde vor dem Schlachter retten und nach Weidefeld bringen.
Linus ist der engste Gefährte der Leitstute Bella. Er ist zwar etwas schüchtern, aber mit Futter lässt er sich gut anlocken und streicheln. Er liebt es, wenn man ruhig mit ihm umgeht, vor hektischen Bewegungen scheut er.
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