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Versuche an Primaten |
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Mehr als 10.000 hoch entwickelte Affen, unsere nächsten Verwandten im Tierreich, leiden und sterben Jahr für Jahr in Tierversuchslabors der Europäischen Union. Rund 2.000 Affen sind es jährlich allein in Deutschland.
Den Tieren werden Elektroden ins Gehirn gepflanzt. Sie werden mit schweren Krankheiten infiziert, mit Substanzen voll gepumpt, deren Giftigkeit geprüft werden soll, oder für die Produktion und Qualitätskontrolle von Impfstoffen getötet.
Diese Versuche an Primaten sind von sehr zweifelhaftem wissenschaftlichem Wert. Dem gegenüber stehen starke Schmerzen und Leiden der Tiere, wenn sie, in so genannten Primatenstühlen fixiert, unter Zwang Aufgaben durchführen müssen, wenn sie an den Symptomen einer künstlich hervorgerufenen Krankheit leiden oder wenn ihr Körper vergiftet wird. Selbst da, wo einsatzfähige Alternativmethoden vorhanden sind, werden weiterhin Experimente an Affen durchgeführt.
Zusätzlich zu den Belastungen im Versuch wirft die Herkunft und Haltung der Tiere erhebliche ethische Probleme auf. Noch immer werden Primaten aus der Wildnis gefangen und nach Europa importiert. Häufig fristen die Versuchsaffen in Europa ihr Dasein ohne Kontakt zu Artgenossen in Käfigen, die so klein sind, dass die Tiere sich nicht frei bewegen, oft nicht einmal aufrichten können.
Skandale um Affenversuche in München, Bremen und nicht zuletzt Münster zeigen deutlich die Missstände im deutschen Tierversuchsalltag. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Akademie für Tierschutz. |
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Forschung an Primaten - ethisch bewertetDie Eidgenössischen Kommissionen für Tierversuche (EKTV) und die Eidgenössischen Ethikkommissionen für Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAG) haben anlässlich einer Pressekonferenz in Bern (Schweiz) 2006 einen gemeinsamen Bericht „Forschung an Primaten – eine ethische Bewertung“ vorgelegt. Sie fordern eine größere Zurückhaltung bei Primatenversuchen und – vor allem – eine interdisziplinäre Prüfung der beantragten Forschungsziele. Eine Mehrheit der Kommissionen vertritt zudem die Ansicht, dass es ein Belastungsausmaß gibt, das für alle Tiere generell unzumutbar ist und von keinen menschlichen Interessen irgendwelcher Art aufgewogen werden kann.
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Folgende Maßnahmen müssen sofort ergriffen werden:Die Verwendung von Affen zu Versuchszwecken ist weder ethisch zulässig noch wissenschaftlich notwendig. Solange Tierversuche nicht vollständig verboten sind, fordern wir daher:
- Primatenversuche müssen aus gesetzlich vorgeschriebenen Prüfvorschriften gestrichen werden. Versuche an Affen in der Grundlagenforschung sind per Gesetz zu verbieten.
- Die Verwendung von wild gefangenen oder im Ausland gezüchteten Primaten muss sofort verboten werden. Anstatt Zuchtzentren für Versuchsprimaten zu unterstützen, sollten personelle und finanzielle Mittel für die Entwicklung und für den Einsatz tierversuchsfreier Verfahren zur Verfügung gestellt werden.
- Solange Primaten zu Versuchszwecken gehalten werden, müssen die Haltungsbedingungen an die artspezifischen Bedürfnisse der Affen angepasst werden.
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Möchten Sie sich noch näher informieren?In Zusammenarbeit mit seiner Akademie für Tierschutz hat der Deutsche Tierschutzbund zwei umfassende Dokumentationen erstellt: Primatenbericht - Bericht über die Verwendung von Primaten zu wissenschaftlichen Versuchszwecken in der Europäischen Union sowie über deren Herkunft und Haltung.
DIN A4, 64 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen
Bestellnummer 1232, Preis: EUR 5,04 zzgl. MWSt. und Porto
Nerv getroffen - Ein Jahrzehnt der Hirnforschung an der Universität Bremen - Forschungsaussagen: Ethische Bewertung. Realität
DIN A5, 148 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen,
Bestellnummer 1238, Preis: EUR 28,10 zzgl. MWSt. und Porto
Hier können Sie die Publikationen bestellen. |
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Unterstützen Sie unsere Kampagne "Affenversuche sind armselig".
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Mehr zu diesem Thema:
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| Mit zahlreichen Projekten im eigenen Zellkulturlabor der Akademie für Tierschutz leisten wir einen aktiven Beitrag zu einer Forschung ohne Tierversuche.
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