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Pressemeldung April 2010 |
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19.04.10Entwürdigt. Entstellt. Entsorgt. Tiere in Versuchen.Kampagne Tierversuchsprotest startete heute mit einer Aktion vor dem Berliner Reichstag
Anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstiers (24.4.) hat der Deutsche Tierschutzbund heute eine neue Kampagne gegen Tierversuche gestartet. Das Startsignal bildete eine Aktion auf dem Platz der Republik in Berlin, mit der vor allem Kritik an Bundesforschungsministerin Annette Schavan geübt wurde. Deren Ministerium wendet sich gegen jegliche Einschränkung von Tierversuchen.
Rund 2,6 Millionen Nager, Kaninchen, Hunde, Katzen und Affen werden pro Jahr in deutschen Labors bei Tierversuchen eingesetzt. Ihr Erbgut wird manipuliert, sie werden aufgeschnitten, künstlich krank gemacht oder quälend langsam vergiftet. Wenn sie nicht mehr gebraucht werden, landen die Tiere im Müll. Seit Jahren setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für ein Ende von Tierversuchen ein. Der Deutsche Tierschutzbund sammelt Protestunterschriften der Bürgerinnen und Bürger. Die Listen werden auf der Website www.tierversuchsprotest.de als Download angeboten.
Im Mittelpunkt von „Tierversuchsprotest.de" steht aus aktuellem Grund die EU-Versuchstierrichtlinie, die 2010 verabschiedet werden soll. Der derzeit diskutierte Kompromisstext der neuen EU-Versuchstierrichtlinie, der nach langen Verhandlungen im Dezember 2009 veröffentlicht wurde, bleibt weit hinter den Erwartungen der Tierschützer zurück. Ausgerechnet Deutschland hat in den monatelangen Verhandlungen dringend notwendige Verbesserungen gekippt oder ihnen die Zustimmung verweigert.
Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes: „Dem Staatsziel Tierschutz muss endlich Rechnung getragen werden. Wir erwarten von der Bundesregierung eine Kehrtwende im Umgang mit Tierversuchen: und zwar sowohl auf EU-Ebene, als dann auch bei der Umsetzung in nationales Recht".
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