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Pressemeldung Juni 2009 |
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22.06.09Tagung der Internationalen Walfang-Kommission - Deutscher Tierschutzbund fordert ein Ende des WalfangsHeute beginnt die 61. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) auf Madeira, Portugal. Bis zum kommenden Freitag werden die Mitgliedsstaaten über das Schicksal zahlreicher Meeressäuger entscheiden. Neben der Einführung eines sogenannten Küstenwalfangs wird auch über eine mögliche Fangquote für Buckelwale diskutiert. Der Deutsche Tierschutzbund verurteilt die Jagd auf Wale und fordert insbesondere die europäischen Staaten auf, keine Kompromisse einzugehen.
Bei der diesjährigen Walfang-Konferenz werden verschiedene Länder erneut Versuche unternehmen, um das Verbot des kommerziellen Walfangs auszuhebeln. Dänemark will stellvertretend für seine autonome Region Grönland einen Antrag stellen, damit die dortigen indigenen Gemeinschaften in Zukunft auch Buckelwale bejagen können. Begründet wird dies mit einem angeblichen Mehrbedarf zur Selbstversorgung. Tatsächlich ist dies jedoch nicht nötig, da in Grönland aufgrund der hohen Anzahl getöteter Wale und Delfine sogar ein Überschuss an Walprodukten besteht. Auch Japan versucht bereits hinter den Kulissen einen möglichen Handel abzuschließen: Falls die IWC den Japanern das Recht auf den sogenannten Küstenwalfang gewährt, will das Land im Gegenzug weniger Wale in antarktischen Gewässern fangen.
„Aus Tierschutzsicht sind das leider nur faule Kompromisse", so Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes. „Tatsächlich sind diese Länder lediglich daran interessiert, ihre Fangaktivitäten auszuweiten und den kommerziellen Walfang wieder zu legalisieren. Wir fordern daher die Bundesregierung und alle anderen europäischen Staaten auf, entschieden gegen die Jagd auf Wale vorzugehen". Bereits jetzt werden jährlich Tausende gefährdeter Meeressäuger gefangen. Nicht nur Japan jagt Wale, auch vor europäischen Küsten werden jedes Jahr mehr als Tausend Wale von Norwegen, Island und Dänemark getötet.
Die Jagd auf Wale wird mit Explosiv-Harpunen durchgeführt. Ein Sprengkörper wird in den Körper der Wale geschossen, der im Körper der Tiere explodiert und das Tier innerlich zerreißt. Weniger als die Hälfte der Wale kommt jedoch unmittelbar beim ersten Schuss ums Leben, da ein genaues Zielen von den Schiffen auf hoher See nicht möglich ist. Der Todeskampf der Meerestiere kann sich so über eine Stunde hinziehen. Wale sind Säugetiere und verfügen über ein hoch entwickeltes Nervensystem ähnlich dem des Menschen.
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