Startseite « Themen « Tierversuche « EU-Versuchstierrichtlinie 
Logo: Deutscher Tierschutzbund e.V. Schriftzug: Deutscher Tierschutzbund e.V.
SpendenSitemapFAQ
Startseite
Aktuelles und Presse
Aktiv werden
Themen
Heimtiere
Tiere in der Landwirtschaft
Wildtiere
Tierversuche
Tier und Recht
Europa
Tierschutz im Ausland
Jugendtierschutz
Kampagnen und Aktionen
Publikationen
Wir über uns
Kontakt

Akademie für Tierschutz
Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld
Kinderportal
Jugendportal
Deutsches Haustierregister

   NewsletterBestellen
 
Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V.
DZI Spenden Siegel: Geprüft + Empfohlen

Themen

Europäische Versuchstierrichtlinie

 
 

Die Überarbeitung der EU-Versuchstierrichtlinie ist auf europäischer Ebene fast abgeschlossen. Die Europäische Kommission hatte im November 2008 den ersten Entwurf einer neuen Richtlinie veröffentlicht, die zum Schutz von Tieren beitragen soll, die für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Sie sollte die derzeitigen, bereits 22 Jahre alten Vorschriften, ersetzen. Einige der Regelungen der Kommission hätten zu notwendigen Verbesserungen zum Schutz von Versuchstieren in der EU beigetragen, auch wenn sie aus Tierschutzsicht nicht weit genug gingen.
 
Doch die Inhalte des derzeit diskutierten Kompromisstextes bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Einige Regelungen, die nach langen Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament, EU-Ministerrat und EU-Präsidentschaft im Dezember 2009 veröffentlicht wurden, bedeuten einen echten Rückschritt:
  • Primaten dürften weiterhin nahezu ungezügelt verwendet werden.
  • Verfügbare, tierversuchsfreie Methoden anstatt des Tierversuchs müssten nicht verbindlich angewendet werden.
  • Neuerdings dürften Mitgliedstaaten keine strengeren nationalen Regelungen mehr erlassen.
  • In Deutschland würde das schon jetzt viel zu lasche Genehmigungsverfahren für Tierversuche für einen Großteil der Versuche sogar noch vereinfacht werden.

Daher fordert der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinen Partnern in Deutschland und Europa erhebliche Nachbesserungen des vorliegenden Gesetzesentwurfs.
 
 

Die Rolle Deutschlands

Nicht nur das seit 2002 im Grundgesetz verankerte Staatsziel Tierschutz sondern auch der Koalitionsvertrag verpflichtet die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene und in Deutschland für die Tiere einzusetzen. Doch ausgerechnet Deutschland hat in den zurückliegenden, monatelangen Verhandlungen dringend notwendige Regelungen gekippt oder ihnen die Zustimmung verweigert. Diese Blockadehaltung zeigt sich besonders beim Bundesforschungsministerium, das Tierschutz im Zusammenhang mit der EU-Versuchstierrichtlinie nur als Hindernis für die Forschungsfreiheit sieht.

Am 24. März 2010 hat der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages federführend über die EU-Versuchstierrichtlinie beraten. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen legte einen Antrag zur Nachbesserung der Richtlinie im Sinne des Tierschutzes vor, der jedoch leider abgelehnt wurde. Der Deutsche Tierschutzbund, der ihm angeschlossene Tierschutzverein für Berlin und die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg hatten die Ausschusssitzung für eine gemeinsame Protestaktion vor dem Paul-Löbe-Haus genutzt.
 
Bilder mit Klick vergrößern. © Deutscher Tierschutzbund/Sabine Münch



(v.li.) Ulrike Höhn und Undine Kurth, MdB der Grünen, Mahi Klosterhalfen, Albert-Schweitzer-Stiftung für Tierschutz, Heinz Paula, SPD-MdB und Vorsitzender des Tierschutzvereins Augsburg und Marcel Gäding, Tierschutzverein für Berlin u.U.



(v.li.) Brigitte Jenner, Vorsitzende der Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, Bärbel Höhn und Undine Kurth, Jörg Styrie, Bundesvorsitzender des Bund gegen Missbrauch der Tiere und Norbert Mauren vom Deutschen Tierschutzbund.

 
 

Wir bleiben dran

Das gesamte Gesetzesverfahren wird vermutlich schon 2010 abgeschlossen sein. Bevor die Verhandlungsparteien offiziell dem derzeit diskutierten Kompromisstext zustimmen, werden wir weiterhin alles in unserer Macht stehende unternehmen, um wichtige Nachbesserungen durchzusetzen. Wir haben uns während des gesamten Verfahrens immer wieder beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für strengere EU-weite Regelungen eingesetzt. Die für diese Richtlinie zuständigen Ausschüsse des Bundesrates und Bundestages haben wir ebenfalls über unsere Forderungen informiert. Auf europäischer Ebene stehen wir, gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Eurogroup for Animals und der European Coalition to End Animal Experiments, mit Vertretern des Europäischen Parlaments, des EU-Ministerrats und der EU-Kommission in Kontakt.

 
  Mehr zu diesem Thema:
EU-Versuchstierrichtlinie: Bundesforschungsministerium sieht Tierschutz nur als Hindernis
 
Pressemeldungen:
Versuchstierrichtlinie - Abstimmung im Ausschuss des Bundestages (24.03.10)
EU-Versuchstierrichtlinie: Bundesregierung muss letzte Chance für mehr Tierschutz ergreifen (02.03.10)
EU-Versuchstierrichtlinie: Persilschein für Tierversuche (15.12.09)
Forschungsministerium will Tierversuche - auch an Menschenaffen (09.12.09)
Neue EU-Versuchstierrichtlinie muss den Schutz der Tiere verbessern (20.11.09)
Ergebnis der EU-Abstimmung zu Tierversuchen (05.05.09)
EU-Abstimmung zu Tierversuchen (05.05.09)
EU-Parlament verhandelt über Tierversuche (30.03.09)
Europäische Bevölkerung votiert für besseren Schutz von Versuchtstieren (13.03.09)
EU-Versuchstierrichtlinie (12.02.09)
 
Weiterführende Links
Richtlinien-Entwurf des Europäischen Parlamentes und des Rates
Bericht des Europäischen Parlamentes über den Vorschlag fur eine Richtlinie zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere (03.04.2009)
 
Downloads
EU-Versuchstierrichtlinie: Chance für mehr Tierschutz vertan (Artikel du und das tier 4/09, PDF)
Stellungnahme zum Vorschlag für eine EU-Versuchstierrichtlinie (Juli 2009, PDF)
 
 

Weitere Themen
 
(Kopie 1)
 
 
Unverwechselbar
Melden Sie Ihr Haustier beim Deutschen Haustierregister®.
Unverwechselbar
 
(Kopie 1)
 
 
Legehennen
In den engen Käfigen können sich die Hennen kaum bewegen.
Legehennen
 
(Kopie 2)
 
 
Exoten
Privat lassen sich Echsen und Co nicht artgerecht halten.
Exoten
 
(Kopie 3)
 
 
Die Tierschutzklage
Wie können Tiere zu ihrem Recht kommen?
Die Tierschutzklage
 
(Kopie 4)
 
 
Schweine
Millionen vegetieren in engen, dunklen Ställen.
 
 
Schweine
 


 
Datenschutz | Impressum | Kontakt | Hilfe Druckversion
© 2010 Deutscher Tierschutzbund e.V.